Mittwoch, 17. August 2016

Rezension // Jonas Herlin - Krieger des Nordens

Titel: Krieger des Nordens
Autor: Jonas Herlin
Genre: Historischer Roman
Verlag: blanvalet
Erscheinungsjahr: 2015
Seiten: 480
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3-7341-0189-2

Die Langbootflotte des Wikingerfürsten Grimr Schädelspalter befindet sich auf dem Rhein mitten im Reich der Franken, als er nach einer Schlacht an seinen Wunden stirbt. Für seinen Sohn Olav ist klar, dass er nun die Führung der Flotte übernimmt. Doch sein Bruder Thorbrand greift ebenfalls nach der Macht. Plötzlich sind die Nordmänner in zwei Lager gespalten und können sich auf kein gemeinsames Vorgehen einigen, während sich ein Heer der Franken nähert. Was als gewinnbringendes Abenteuer begann, endet in einem gewaltigen Kampf. Dem einen bringt er Ruhm, dem anderen den Tod.

Cover
Die blauen nordischen Augen des bärtigen und grimmig dreinschauenden Mannes lassen bereits ohne den Titel zu lesen vermuten, dass es sich definitiv um ein Buch über Schlachten und Kriege handelt. Das blutige Schwert weist zusätzlich noch auf einen historischen Roman hin.
Einerseits ist das Cover durch den abegbildeten Wikinger mit dem Schwert in der Hand sehr beeindruckend gestaltet, andererseits erinnert es auch an die vielen "Bücher zum Film". Spontan würden mir hier mehrere Abbildungen einfallen, die - für mich - besser geeignet wären (wie z.B. ein paar Wikingerschiffe auf dem Rhein mit einer Stadt im Hintergrund o.ä.). Dennoch verfehlt das Cover seine Wirkung nicht, wenn man sich die Rezensionen auf der Website des Verlages anschaut - und die Gründe für die Kaufentscheidung seiner Freunde hört, die einem dieses Buch geschenkt haben.

Geschichte
Mehrere Jarls fallen mit mehreren hundert Kriegern und entsprechend vielen Schiffen in die Städte der Franken ein. Rund um den Rhein entbricht so ein gewalttätiger Raubzug, der viele Opfer fordert. Den Nordmännern kommt hierbei zugute, dass nach dem Tode Karls des Großen dessen drei Söhne um das Erbe der Herrschaft über das gesamte Reich streiten. Jeder von ihnen besitzt einen Teil des Reiches und es herrscht schon ein jahrelanger Krieg unter den Brüdern.
Die Orte wechseln sich stätig ab, doch nirgendwo geht es friedlich einher. So sind in diesem Roman mehrere kleinere und große Gefechte beschrieben, die neben den internen Problemen auf Seiten der Nordmänner priorisiert behandelt werden. Hierbei geht es blutig zu, doch wirken die beschriebenen Aktionen realistisch und weniger nach übertriebenem Splatter.

Charaktere
Die namentlich erwähnten Personen - ca. 30 Charaktere - sind alle kurz beschrieben, vor allem deren Namensherkunft wie z.B. "Leif der Über-Bord-Gegangene". Dies geschieht auch auf Seiten der Franken, die im Laufe des Buches immer wieder erwähnt werden und deren Ansichten dargestellt werden. Auch entwickeln sich insbesondere die Hauptcharaktere Olav und Thorbrand Schädelspalter im Laufe der Geschichte. Der Charakter wird lediglich durch die Handlungen und Dialoge der Charaktere dargestellt.
Dennoch bleibt eine Bidnung an bestimmte Charaktere leider etwas auf der Strecke. So ist es zwar durch mehrere Wiederholungen von Namen und deren Namensträgern, aber auch von typischen Wikinger-Ritualen, leicht möglich, sich diese zu merken und zuzuordnen, doch besonders sympathische und Lieblings-Charaktere bleiben hier aus.

Schreibstil
Relativ kurze Sätze und präzise Beschreibungen, die sich jedoch nicht länger als eine halbe Seite erstrecken, lassen diesen Roman schnell lesen und leicht ein Kopfkino entstehen. Dank der Beschreibungen der Charaktere und der nordischen Begriffe von Schiffen und Waffen lassen sich diese schnell einürägen und merken. Zudem werden bestimmte Dinge mehrmals wiederholt, sodass auch hier einer Verwechslung von Charakteren trotz der ungewohnten Namen vorgebeugt wird.

Kapiteleinteilung
Mit einer Länge von 10 bis 15 Seiten sind die Kapitel sehr gut eingeteilt, um diese auch mal zwischendurch zu lesen. Vorteilhaft hierbei ist auch, dass die Hauptpersonen der Kapitel immer wieder wechseln. So wird immer wieder zwsichen des rivalisierenden Brüdern Olav und Thorbrand gewechselt, was dem Leser unterschiedliche Ansichten dieser erlaubt und ihre Beweggründe für ihre Handlungen nachvollziehen lässt. Zusätzlich wird auch auf die Seite der Franken ein Einblick gewährt, was eine zusätzliche Betrachtungsweise ermöglicht.

Lerneffekt
Vor allem ist in Betrachtung auf den Lerneffekt des Buches anzumerken, dass viele Begriffe aus dem nordischen Mittelalter genannt und auch erklärt werden. Das hilft nicht nur dem Lernen beim Lesen, sondern auch das Vorstellungsvermögen und entwickelt Interesse, hier mehr zu erfahren. Selbiges gilt auch für die Beinamen, die wohl häufig durch Taten des Handelnden geprägt werden anstatt durch die Geburt.

Mein Fazit
"Krieger des Nordens" ist ein interessanter, spannender und leicht lesbarer Roman. Nachdem das Cover das Interesse geweckt hat sollte jedoch auf den Klappentext verzichtet werden, da dieser leider sehr viel vorweg nimmt, was erst zur Hälfte des Buches geschieht.
Beeindruckend fand ich an diesem Roman vor allem, dass jeder namentlich genannte Charakter eine Erklärung erhält, die dem Leser eine Vorstellung desjenigen ermöglicht und auch aufzeigt, wie die Sitten der Wikinger waren.
Die Kapitel sind angenehm kurz und durch die regelmäßigen Wechsel der Protagonisten sehr abwechslungsreich. Auch die Ortschaften der Handlung wechseln sich stetig ab, was aber sehr gut in die Geschichte passt. Blutig geht es in dem Roman zwar zu, doch ist ein Kampf hier nicht übertrieben dargestellt, hinterlässt also keinen Eindruck von einem Splatter-Roman, in dem es nur ums Abschlachten geht.
Alles in allem fand ich den Roman sehr spannend und gut erzählt, allerdings habe ich manchmal gestutzt, eine Aussage bis zu drei mal zu lesen, um sie ja nicht zu vergessen. Absehbar ist der Roman zwar in Teilen - auch aufgrund des sehr stark spoilernden Klappentextes - doch dies nimmt nicht die Spannung und das Interesse an den Wikingern. Deshalb erhält "Krieger des Nordens" von mir auch 4 Smileys!

Donnerstag, 11. August 2016

Rezension // Stephen King - Der Anschlag

Titel: Der Anschlag
Autor: Stephen King
Genre: Roman
Verlag: Heyne
Erscheinungsjahr: 2013
Seiten: 1.072
Preis: 12,99€
ISBN: 978-3-453-43716-6

Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte - wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Aber je näher er seinem Zeil kommt, umso vehementer wehrt sich die Vergangenheit gegen jede Änderung.
Stephen Kings neuer großer Roman ist eine Tour de Force,  die ihresgleichen sucht - voller spannender Action, tiefer Einsichten und großer Gefühle.

Cover
Einfach gehalten und im typischen Stil der aktuellen Auflage der King-Romane ist dieses Cover dennoch sehr ansprechend. Im Vordergrund steht hier der Autorenname, der wohl genug über den Inhalt des Romans sagen soll. Die abgebildete Münze mit dem Profil Kennedys und dem Jahr 1963 wird von einem blutigen Einschussloch versehen abgebildet, was - in Verbidnung mit dem Titel - bereits auf die Rahmenhandlung der Geschichte hinweist.

Geschichte
Jake Epping, ein Lehrer aus dem Jahre 2011, findet die Möglichkeit, in das Jahr 1958 zu reisen und dort Dinge zu verändern. Sein Freund und Imbissbuden-Besitzer Al nutzte diese Chance, um sich günstig Fleisch einzukaufen und hat eines Tages die Idee, fast 5 Jahre in der Vergangenheit zu verbringen und den Mord an John Fitzgeralt Kennedy zu verhindern. Denn während in der Vergangenheit Jahre vergehen, beträgt die verstrichene Zeit in der Gegenwart immer 2 Minuten. Die Auswirkung jeder noch so kleinen Änderung der Geschichte jedoch machen sich schlagartig bemerkbar.
Bevor Jake jedoch mit dem Auftrag loszieht, das Attentat zu verhindern und Harry Lee Oswald an dem tödlichen Schuss zu hindern, möchte er sich gerne selber davon überzeugen, ob diese Änderungen tatsächlich Nachwirkungen auf die Gegenwart haben. Anstatt Owald auch schnellstmöglich außer Gefecht zu setzen, zieht sich die Geschichte über 1.000 Seiten hin. Die integrierte Liebesgeschichte mit großartigen Ausschmückungen ist schön zu lesen, doch gerät hier das ursprüngliche Anliegen schnell außer Sicht.

Charaktere
In dem Roman tauchen etwa 30 Personen auf, die mehrfach erwähnt werden und an mehreren Stellen eine Bedeutung haben. Alle diese Personen - allen voran natürlich die Hauptcharaktere - haben eine eigene Geschichte und einen individuellen Charakter. Die ausgeprägten Charakterzüge und die Beschreibung ihrer Geschichte hilft dem Leser enorm, die Handlungen der Personen nachvollziehen zu können.
Dank dieser tiefgründigen Ausgestaltung wird eine Beziehung zu den fiktiven Charakteren geschaffen, die beinahe schon voraussehen lässt, was diese Personen als nächstes tun werden. Auch der nicht-fiktive Lee Harvey Oswald wird in einer Art geschildert, die nach kurzer Recherche sehr zutreffend erscheint und so auch eine Authentizität und Grundlage der Entscheidung zu dem Attentat geschaffen wird.

Schreibstil
Keine zu langen Sätze, wenig Wiederholungen und ein andauernder Spannungsfaktor weisen Stephen Kings Bücher auf. Die Geschichte startet schnell und die Charaktere werden umfassen vorgestellt und ihre Entwicklung klar ausgearbeitet. Auch so manch einen Cliffhanger findet der Leser in diesem Buch. Doch genau so wird nicht auf das typische Element von Kings Büchern verzichtet: Manch ein Cliffhanger verrät schon, was im Laufe der Geschichte passieren wird. Wenn Sätze wie "Ich wusste nicht, dass ich diesen Entschluss noch bitter bereuen würde" nicht stören, ist dieses Buch ein sehr interessanter Zeitreise-Roma, der eine spannende Story bietet und leicht zu lesen ist.

Kapiteleinteilung
Das Werk ist in sechs Teile eingeteilt, die wiederum aus mehreren Kapiteln bestehen. Diese wiederum sind in kurze Unterkapitel von 3 bis 10 Seiten untergliedert. Sowohl die Kapitel, als auch die Unterkapitel schließen oft kleine bzw. große Handlungen ab, sodass hier gut Pausen eingelegt werden können. Jedoch arbeitet King hier ebenfalls oft mit Cliffhangern, die das Weiterlesen innerhalb des Kapitels oft notwendig erscheinen lassen.

Lerneffekt
Nach kurzer Recherche scheinen vor allem zwei Aspekte in diesem Roman besonders authentisch dargestellt zu sein. Erstens wird die Welt der Zeit zwischen 1958 und 1963 sehr klar beschrieben und die Umgebung, historische Begebenheiten und der Umgang miteinander wirken sehr dem wahren Charakter dieser Zeit angepasst. So wird beispielsweise der Geldwert authentisch dargestellt, aber auch der Umgang mit dem Waffenbesitz und anderen Dingen.
Zweitens erscheint Lee Harvey Oswald sehr nah an die reale Person angelehnt zu sein. Nicht nur seine Charakterzüge, die auch eine Begründung für sein Verhalten und den Weg zum Attentäter liefern, sondern auch seine Lebensumstände wirken sehr nah an der Wirklichkeit. Zwar wird er hier sehr negativ dargestellt, was jedoch in Anbetracht seiner Taten und wohl tatsächlich so passenden Eigenschaften nicht überspitzt wirkt.

Mein Fazit
"Der Anschlag" ist eine sehr vielseitige Erzählung einer Zeitreise in die Zeit Ende 50er/Anfang 60er. Mystische Elemente tauchen ebenso sehr auf wie Liebe, Splatter und Action, wobei hier auch sehr viel historisches Wissen über das Attentat und den Attentäter geliefert wird. Nichtsdestotrotz kam ich des Öfteren an den Punkt mich zu fragen, wieso der Protagonist nicht so oder so handelt, warum er so lange wartet und letztlich zu dem Schluss, dass die Story auch in einem halb so dicken Buch hätte erzählt werden können.
Doch die Ausarbeitung sämtlicher Charaktere, der Zwiespalt, in welchem diese stecken und die Tatsachen, die King hier nebenbei über das Attentat übermittelt machen diesen Eindruck letzten Endes wieder wett.
Die Kapitel sind von angenehmer Länger - oder Kürze, wie man es sehen möchte - und der Schreibstil entsprechend einer leichten Lektüre, die sich schnell lesen lässt. Die Grundidee der Zeitreise und ihrer Regeln sind mir so bisher noch nicht untergekommen und ich fand sie sehr interessant und logisch. Das Mystische, ja Übersinnliche darf natürlich nicht fehlen in einem Roman von Stephen King, doch hier hält er sich sehr an die Logik unserer Welt.
Wer vor einem Buch mit über 1.000 Seiten nicht zurückschreckt und sich auch für die Geschichte des Kennedy-Attantates interessiert, ist mir "Der Anschlag" bestens bedient. Alles in allem gebe ich diesem Roman daher 4 Smileys!

Dienstag, 2. August 2016

Mein Lesemonat - Juli

Hallöchen zusammen :-)

Die vorlesungsfreie Zeit hat begonnen, doch damit ist nun noch lange nicht alle Arbeit getan. Da ich mich im Juli mit den letzten Vorlesungs- und Seminarsitzungen beschäftigt habe, zusätzlich eine Woche im Urlaub war und meine erste Hausarbeit geschrieben habe, blieb leider wenig Zeit für's Lesen - jedenfalls außerhalb der Fachliteratur.

Dennoch habe ich zwei für mich wichtige Schritte getan: "Dragon Ball" beendet und "One Piece" angefangen!

Der August wird wieder intensiver, da ich die beiden derzeitigen Bücher beinahe beendet habe und somit auch neue beginnen und wohl auch beenden werden - auch wenn noch zwei weitere Hausarbeiten auf dem Plan stehen :D


Rezensionen (2)

Reihen-Rezension: Stephen King - Der Dunkle Turm

Zwischen-Rezension: Robert Kirkman u.a. - The Walking Dead Band 01-08


gelesen außerhalb der Bewertung (4)

Robert Kirkman u.a. - The Walking Dead Band 10 - Dämonen

Eiichiro Oda - One Piece Band 01 - Das Abenteuer beginnt
Eiichiro Oda - One Piece Band 02 - Ruffy versus Buggy, der Clown

Akira Toriyama - Dragon Ball Band 42 - Der Abschied






Danke meines Geburtstages und vielen tollen Freunden habe ich - neben vielen anderen Dingen - auch einige Bücher geschenkt bekommen, die nun mit Eifer darauf warten, gelesen zu werden *_*

Das erste wird wohl "Krieger des Nordens" von Jonas Herlin sein, worauf dann der erste Band um Geralt den Hexer (bekannt aus den "Witcher"-Spielen) folgen wird :-) Ich bin schon verdammt aufgeregt!

 



Neuzugänge (6)

Clive Cussler, Justin Scott - Isaac Bell IV - Todesrennen
V. M. Giambanco - 13 Tage
Jonas Herlin - Krieger des Nordens
Robert Kirkman u.a. - The Walking Dead Band 10 & 11
Andrzej Sapowski - Geralt-Zyklus I - Das Erbe der Elfen

Sonntag, 10. Juli 2016

Zwischenrezension // Robert Kirkman u.a. - The Walking Dead Comics 01-08

Wie viele Stunden hat ein Tag, wenn man nicht die Hälfte davon vor dem Fernseher verbringt?


Wie lange ist es her, dass wir uns WIRKLICH anstrengen mussten, um etwas zu bekommen, das wir wollten?

Wie lange ist es her, dass wir etwas WOLLTEN, das wir wirklich BRAUCHTEN?


Die Welt, die wir kannten, ist Vergangenheit.
Die Welt des Kommerzes und der Dekadenz ist einer Welt der Verantwortung und des Überlebens gewichen.

Eine Epidemie apokalyptischen Ausmaßes lässt rund um den Globus die Toten auferstehen, um sich an den Lebenden schadlos zu halten.

Nach ein paar Wochen ist die Gesellschaft am Ende.

Es gibt keine Regierung mehr.
Keinen Supermarkt.
Kein Internet.
Kein Kabelfernsehen.


In einer Welt, die von den Toten regiert wird, sind wir gezwungen, endlich unser Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Die ersten acht Comics, die einer der erfolgreichsten zeitgenössischen Serien und der wohl bisher erfolgreichsten Horror-Zombie-Serie zugrunde liegen, behandeln die Geschichte rund um Rick Grimes, seine Familie und dessen Gefährten, die um das Überleben in einer Welt voller Gefahren kämpfen.
Die anfangs noch größte Gefahr geht von den Zombies aus. Dies ändert sich jedoch schnell, als klar wird, dass die noch lebenden Menschen eine viel größere Bedrohung für die Gruppe darstellen.



Diese ersten acht Bände sind die Basis für die Staffeln 1 bis zur Hälfte der 4. Hierbei lassen sich viele Parallelen entdecken, jedoch ist die Figurenkonstellation in der Serie stark abweichend seit dem zweiten Comicband. So kommt z.B. Daryll leider gar nicht vor, dafür haben aber Carol, Tyrese u.a. eine komplett andere Rolle zugeschrieben bekommen.
Dies finde ich aber gar nicht schlimm, im Gegenteil sogar toll, denn so haben wir noch immer die gleiche Basisgeschichte, jedoch stark voneinander unabhängige Konstellationen der Figuren, deren Beziehung zueienander, ihre Gewichtigkeit in der Handlung und natürlich ihrem Charakter.

Ich möchte hier gar nicht groß auf die Geschichte eingehen, denn ein Band liest sich recht schnell und die Spoiler-Gefahr ist - auch in Bezug auf die Serie - ziemlich hoch. Jeder, der die Geschichte bereits aus der Serie kennt, kann sich hier aber auf eine Alternativgeschichte freuen, die teilweise auch um einiges rasanter ist als in der TV-Adaption.

Es handelt sich bei diesen Comics um Sammelbände von jeweils sechs Teilgeschichten, die regelmäßig in den USA erscheinen. Mit einem Preis von 16,-€ pro Band sind diese zwar nicht gerade günstig, jedoch sind diese auch im Hardcover sehr schön, sehen als Reihe toll aus im Regal und die Seiten sind aus sehr starkem, weißen Papier. Zudem wird im Laufe der Reihe immer eine Personenvorstellung am Anfang vorgenommen und ein "Zombie-Guide" mit generellen Infos über das Horrorgenre der Zombiecomics, -filme, -spiele usw.
 


Wem die 16,-€ pro Band zu teuer sind, kann auch auf die "Kompendien" zurückgreifen. Diese kosten jeweils 50,-€ und beinhalten jeweils acht der Hardcover-Bände - sind jedoch im Taschenbuch-Format mit über 1.000 Seiten unhandlicher.